Sucre

In Sucre hatten wir ein vielversprechendes Hostel gefunden, das KulturCafe Berlin, das ehemalige Instituto Cultural Bolivia Aleman. Es ist ein große Gebäudekomplex mit Innenhöfen und ruhigem Garten. Auf der Speisekarte standen neben bolivianischen Gerichten auch Currywurst, Bratwurst und Hefeweizen, aber wir haben dann doch die einheimischen Gerichte vorgezogen.

20140606-122137-44497965.jpg Hostel

20140606-122138-44498939.jpg Garten

20140606-122137-44497352.jpg Sucre City

20140606-122952-44992047.jpg Ausblick vom Barrio Recoleta

Inca-Trail Über das Hostel organisierten wir uns eine 2-Tages-Wanderung in die nähere Umgebung. Am morgen ging es los, in einem klapprigen Safari-Jeep (Face-to-Face Sitzbank) fuhren wir 2 Stunden lang in die Berge. Da wir leider keinen kleinen Rucksack haben, mussten wir allen Proviant in einen der Großen packen. In den Bergen angekommen, machten wir uns an den Abstieg auf dem Inka-Trail. 20140606-185407-68047802.jpg

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Unser Führer erklärte uns alles Mögliche zur Vegetation, unter Anderem zeigte er uns die Phoenixpflanze, die einer Agave ähnelt. Wenn sie stirbt, fallen die Blätter ab, bis sie aussieht wie eine Ananas. Anschließend rollt sie den Berg hinunter und bildet dort, wo sie liegen bleibt eine neue Pflanze. Er hat uns allerdings verschwiegen, wie die Pflanzen wieder auf den Berg kommen. 20140615-170415-61455091.jpg

Nach einem langen Tag erreichten wir das Dorf in dem wir übernachten wollten. Es liegt mitten in einem riesigen Krater, der von einem Meteoriten stammen soll. Nach einem kleinen Marsch ans Andere Ende des Dorfes erreichten wir die schönen Cabañas. Nach kurzer Unterhaltung mit dem Betreiber stellte sich allerdings heraus, dass der Touranbieter es vorgezogen hatte, keine Reservierung vorzunehmen. Dem entsprechend waren schon alle Hütten besetzt, toll. Wir fanden schließlich Unterschlupf in einer anderen Hütte,die gerade renoviert wurde. 20140610-100313-36193504.jpg Es gab kein fließend Wasser und gekocht wurde auf dem Boden. Die Betten wurden im Galopp wieder ins Zimmer geräumt und zu sechst konnten wir uns dort einrichten. Als wir beim Abendessen saßen kam ein unerwarteter Gast: Eine kleine Maus huschte im Zimmer umher. Unser Bergführer sprang sofort auf und versuchte sie mit einem Besen zu erwischen. Leider scheuchte er sie damit nur in unser Schlafzimmer. Nach einer kurzen Verfolgung mit Bettengeschiebe und Besengewedel verschwand die Maus aber nach draußen. Beim Frühstück merkten wir aber, dass sie in der Nacht wieder dort gewesen war; die Brötchen in meinem Rucksack waren angebissen..

Am Tag wanderten wir wieder eine lange Strecke. 20140606-122051-44451468.jpg Dinospuren

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Am Ende der Wanderung mussten wir auf den Jeep warten. Die Zeit verkürzten wir, indem wir in der Sonne lagen und Dorfkinder mit Bonbons beschenkten. Leider ließ sich der Fahrer Zeit und wir warteten am Ende 2 1/2 Stunden. Inzwischen wurden wir auch hungrig, zum Glück hatten ich noch mehr Brot dabei. Als ich das allerdings rausholen wollte, huschte etwas graues im Rucksack umher…die Maus!! Es muss sehr lustig ausgesehen haben, wie ich schreiend und fluchend aufsprang und meinen Rucksack kopfüber ausleerte. Die Maus machte sich schnellstens davon, war wohl aber nach dem 6-Stunden-Festschmaus im Rucksack etwas träge, jedenfalls wurde sie vom nächsten Hütehund erwischt. Der Fahrer kam dann endlich, es stellte sich heraus, dass er anstatt “doce” (12) “dos” (2) verstanden hatte.

Die letzten 3 Tage in Sucre verbrachten wir mit Spanischkursen, wir können uns jetzt also gut verständigen.

Written by

Christopher

Dad, Developer, Surfer