Bevor wir uns am Nachmittag das angesagte Shoppingviertel Shibuya ansehen werden, fahren wir zunächst ins Tadoroki Valley - eine kleine grüne Oase mitten in der Stadt. Schaut man sich im U-Bahn-Wagen um, sieht man, dass 8 von 10 Leute auf ihr Handy schauen. So ist die Bahnfahrt sehr schön ruhig.
Tom hat Spaß in der Bahn
Blick in die U-Bahn gegen 11 Uhr
Der Bahnverkehr in Tokyo ist sehr beeindruckend. Jede Station hat Zutrittstore, an denen man nur mit Fahrkarte rein und wieder raus kommt. Hier sind die Laufrichtungen sehr wichtig: links halten wie im Straßenverkehr, aber dann manchmal doch rechts… aber keine Sorgen, alle Gänge und Treppen haben auf dem Boden Beschriftungen, wo man laufen soll. An den Bahnsteigen selbst stellen sich die Menschen in kleinen Schlangen für die Türen an, um das einsteigen zu optimieren; die Haltezeiten sind hier sehr kurz. Aber nicht wie in Argentinien, einfach irgendwie, sondern es gibt natürlich Markierungen auf dem Boden, wo man sich anzustellen hat. Das funktioniert erstaunlich gut, wenn sich jeder dran hält.
Markierung der Laufrichtung
Bodenmarkierung fürs Schlangebilden
An jeder Haltestelle gibt es einen Schaffner, der aufpasst, dass alles rund läuft und den Lokführern Signale gibt, wann es weitergehen kann. Am Ende des Zuges fährt noch ein weiterer Angestellter mit, der bei Abfahrt, aus der Tür raushängend, auf irgendetwas achtet, bis der Zug die Station verlassen hat. Die Schaffner und Lokführer aber auch Polizisten und anderes Wachpersonal tragen schöne weiße Handschuhe, was sehr ordentlich aussieht. Wir haben den Eindruck, dass es hier sehr viele Jobs gibt, um Dinge zu regeln. Bei Ausfahrten gibt es teilweise mehrere Menschen, die z.b. Busse oder LKWs in den Verkehr einweisen. An den Einlassschleusen zur Bahn sitzt selbstverständlich mindestens einer, der bei Bedarf (z.B. Touristen auf japanisch) helfen kann, auch wenn eigentlich alles automatisch läuft. An einer Baustellen beobachten wir, wie jemand mit einem Lautsprecher am Gürtel augenscheinlich vorbeilaufenden Menschen erklärt, was hier gebaut wird.
Ein Beobachter am Zugende
Ein Parkeinweiser an einem Parkplatz
In Tadoroki angekommen, erreichen wir nach ein paar Minuten das Tadoroki Valley. Es geht nur ein paar Stufen zu einem Fluss hinunter, wird aber sofort spürbar kälter. Am Ende des Tals erreichen wir einen Schrein mit nahegelegenem Garten.
Ginkgobäume
Mittagspause im japanischenGarten
Kleiner Bambuswald im japanischen Garten
Auf dem Rückweg zur U-Bahn-Haltestelle nutzen wir Toms Mittagsschlaf für einen Cafébesuch.
Dann nehmen wir den nächsten Zug nach Shibuya. Dort angekommen, landen wir mehr oder weniger direkt auf einer großen sternförmigen Kreuzung. Bemerkenswerterweise gibt es eine Grünphase für Fußgänger aus allen Richtungen gleichzeitig. An den Wänden der Hochhäuser sind große Leinwände angebracht, die einen nicht nur mit Bildern, sondern auch mit dem zugehörigen Sound reizüberfluten. Es ist unglaublich laut auf dieser Kreuzung, aber nicht aufgrund der Menschen oder des Verkehrs sondern wegen der in der Dauerschleife angespielten Werbung!
Meet at Shibuya: Wer findet Tom und Franzi?
Shibuya-Kreuzung
Babyraum im Isetan-Kaufhaus
Zuhause feiern wir abends Toms Geburtstag; zumindest von seinem Kuchen war er begeistert. A propos Tom, Japan ist sehr kinderfreundlich, es wird immer wieder an die kleinsten Gäste gedacht. So finden wir beispielsweise im Isetan Kaufhaus einen umfangreich ausgestatteten Babyraum vor, der keine Wünsche offen lässt. Wir hätten Tom neben füttern im Hochstuhl mit in der Mikrowelle aufgewärmtem Essen und wickeln auch messen und wiegen können.